100 Euro Goldmünze UNESCO-Welterbe Würzburg 2010
Bevor die diesjährige 100 Euro Goldmünze aus Deutschland überhaupt an die Sammler verschickt wurde, steht nun bereits der Entwurf für die Ausgabe des nächsten Jahres fest. Widmen wird sich die Goldmünze der UNESCO-Weltkulturerbe-Serie im Jahr 2010 dem Thema “Würzburger Residenz und Hofgarten”. Und ich will, angesichts erschreckender Jury-Entscheidungen in jüngerer Vergangenheit, gleich Entwarnung geben: Es wird aus meiner Sicht eine schöne Münze
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1. Platz – Dietrich Dorfstecher

Ausgesprochen detailreich hat der Berliner Künstler Dorfstecher seinen Entwurf gestaltet. Es ist mittlerweile bekannt, dass ich diesem Stil viel abgewinnen kann, aber ausnahmsweise hatte die Jury diesmal eine ähnliche Sichtweise: “Dabei hebt er sich aus der Vielzahl der qualitätsvollen Mitbewerber durch seine detailgetreue und vollständige Wiedergabe aller Teile des Welterbes ab. Die barocken Elemente Residenz und Hofgarten sind mustergültig künstlerisch wiedergeben.” Der Bundesadler ist freilich typisch für Dorfstecher, was mich aber persönlich aber keineswegs stört (insbesondere im Hinblick auf die Versuche andere Künstler, die wir gleich noch sehen werden).
2. Platz – Reinhard Eiber

Bei dem zweitplatzierten Entwurf entschied sich Reinhard Feucht für eine andere Perspektive auf der Bildseite, als die übrigen Wettbewerbsbeiträge. Dabei kann man beinahe schon von einer Art Postkartenmotiv sprechen, auf der vor allem der Hofgarten besonders hervorgehoben wird. Dadurch wird laut Jury allerdings “der Wiedererkennungswert der Würzburger Residenz in Ihrer Einzigartigkeit” eingeschränkt, aber das scheint mir letztlich eine reine Abwägungssache, da auf den anderen Entwürfen dafür der Hofgarten weniger zur Geltung kommt. Wertseite ist ebenfalls angemessen und gelungen, brauch man nichts weiter dazu sagen.
3. Platz – Reinhard Eiber

Da diesmal kein dritter Platz vergeben wurde, gab es zwei viertplatzierte Entwürfe (der Einfachheit halber habe ich diesen hier den 3. Platz zugesprochen). Einer davon stammt ebenfalls von Reinhard Eiber aus Feucht. Bei diesem Versuch ist die Bildauswahl dem Siegerentwurf beinahe identisch, überzeugt jedoch weniger. Dies kritisiert auch die Jury, die feststellt, dass es “trotz der Reliefüberschreitung … der Darstellung der Residenz an Plastizität” fehlt. Die Wertseite hat Eiber auf seinem anderen Entwurf aus meiner Sicht ebenfalls überzeugender umgesetzt.
4. Platz – Hans Joa Dobler

Der andere 4. Platz wurde von Hans Joa Dobler gestaltet. Die Bildseite finde ich u.a. mit dem Grundriss im Großen und Ganzen ja noch ansprechend, wenngleich hier natürlich der Hofgarten kaum Beachtung findet, aber ich will ohne große Umschweife gleich zur Wertseite kommen. Unserem Bundesadler soetwas anzutun … Hilfe! Was bin ich froh, dass die Jury diesmal wenigstens ein Einsehen hatte und selbst zu folgendem Schluss kommt: “Der Adler verfehlt deutlich den Anspruch an die Würde eines staatlichen Hoheitszeichens. Selbst künstlerisch läßt der Adler in seiner eher groben Vertikalgliederung einen Bezug zur Bildseite vermissen.”
Zum Fazit: Alles in allem bin ich zufrieden mit dem Ausgang dieses Wettbewerbs. Meine Reihenfolge wäre 2-1-3-4 gewesen, wobei man nochmal darüber nachdenken sollte, ob nicht doch noch ein gelungenerer Entwurf als den letztplatzierten gab.
Am 10. Oktober 2009 von Karsten unter Deutschland abgelegt
Ich find der Adler des letzten Entwurfs sieht aus wie´n B52 Bomber =) also irgendwann hört doch selbst die künstlerische Freiheit auf denke ich.
Es ist tatsächlich eine sehr schöne Münze – ich würde sogar behaupten die schönste Gedenkmünze seit dem Germanischen Nationalmuseum!
Ich finde der erste Platz ist tatsächlich die beste. Mal gucken, ob ich so eine schöne 100-Euro Goldmünze für meinen lieben Herrn Vater erwerben kann.
Der Siegerentwurf ist m. E. der schönste und es ist überhaupt die schönste aller bisher erschienenen 100-Euro-UNESCO-Goldmünzen! Bravo! Weier so!
MFG Dirk
Schlecht sieht die 100 Euro-Goldmünze Würzburg in der Tat nicht aus.
Aber wie schaut es mit dem Preis aus?
Aufgrund des gestiegenen Goldpreises (ca. 32 Euro für ein Gramm Feingold) kann der Käufer für ein Serienprodukt (ca. 300.000 Exemplare) mit ca. 530 Euro rechnen.
Ob sich das lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Aufgrund des ständig steigenden Goldpreises wegen der krisenhaften Entwicklung des Euro ist nicht absehbar, wieviel die 100 Euro-Goldmünze Würzburg im Oktober kosten wird.
Werden es 530, 550 oder gar 600 Euro?
Ich denke, wer sich im Ausland einen Goldbarren kauft, steht sich besser. Die Einfuhr von Barrengold (999/1000) ist übrigens abgabenfrei (Zollamt Hannover). – Der Flugpassagier muss lediglich bei der Einreise den Ausgang “to declare” benutzen und bekommt dann vom Zoll eine Null-Bescheinigung.
Kostenlose Rechtsberatung, was will man eigentlich mehr.
Manfred Fabianke
Die Auflagenhöhe für Würzburg wurde vor einigen Tagen vom Bundesfinanzministerium bekannt gegeben: insgesamt 320.000 Stück.
Die Ausgabe der VfS wird sich wohl verkaufen lassen. Aber Angebote von Münzfirmen, die sicher bei 600 bis 700 Euro liegen werden, sollte man mit der gebotenen Skepsis gegenüber treten, es sei denn man residiert am Starnberger See oder im Hochtaunuskreis.
Die 100 € Gold Würzburg ist wahrlich gelungen.Herr Dorfstecher ist mit seinem Stil immer mit vorn dabei.Trotzdem er immer den selben Adler nimmt, scheint er Erfolg damit zu haben.Man nennt den Adler dann “typisch” für Dorfstecher.
Jury aufgepasst : 2001 Stralsund 10 DM.
2004 Wattenmeer 10€
2006 Weimar 100€
2009 Uni Leipzig 10€ und Würzburg 100€ immer nur der typische Adler.
Es ist Zeit für Abwechslung ,oder einfach mal für etwas “untypisches”. Jedenfalls könnte mehr Kreativität nicht schaden.Glückwunsch auch an den Herrn Eiber.